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Smartphones – Die neue Droge an Schulen

20. Mai 2025 – Die Parallelen zwischen Smartphone-Konsum und Drogenabhängigkeit sind nicht zu übersehen.

In den letzten Jahren hat sich das Smartphone von einem simplen Kommunikationsmittel zu einer unverzichtbaren Lebensbegleiterscheinung entwickelt. Es ist unser ständiger Begleiter, eine Quelle der Unterhaltung und das Fenster zur digitalen Welt. Doch diese Technologie hat eine Kehrseite. Smartphones haben sich zu einer Droge für uns und unsere Schüler entwickelt.

Die Parallelen zwischen Smartphone-Konsum und Drogenabhängigkeit sind nicht zu übersehen. Genau wie bei klassischen Drogen sorgen Smartphones bei neuen «Likes», Benachrichtigungen oder bei Videos, die genau unsere Geschmack treffen, für eine ständige Ausschüttung von Dopamin. Jenes Glückshormon, das unser Gehirn mit positiven Gefühlen belohnt. Je mehr Dopaminausschüttung wir erfahren, desto mehr sind wir darauf angewiesen.

Fast die Hälfte der Erwachsenen in der Schweiz zeigen deutliche Anzeichen einer Smartphone-Abhängigkeit. Laut verschiedenen Studien und Umfragen verwenden Schweizer im Durchschnitt ihr Smartphone 3 bis 4 Stunden pro Tag. Jugendliche und junge Erwachsene nutzen ihre Handys sogar 5 Stunden oder mehr pro Tag.

In der Schule, wo eigentlich das Lernen im Vordergrund stehen sollte, sind die Schüler ständig in Versuchung, ihr Smartphone zu zücken. Ein kurzer Blick darauf und schon verliert man sich in einer Welt aus sozialen Netzwerken, Spielen und Videos. Schüler verlieren die Fähigkeit, sich längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren, die nicht sofort eine Belohnung bietet. Sie werden ungeduldig, wenn sie mal nicht sofort eine Antwort auf eine Nachricht erhalten. Ein ständiges Bedürfnis nach Reizen und Bestätigung entsteht. Dies hat Folgen für ihre schulischen Leistungen und ihre psychische Gesundheit.

Denken Sie einmal darüber nach. Wie schwierig ist es für sie persönlich, vor allem bei der Arbeit, bei der Sache zu bleiben? E-Mails und Benachrichtigungen aller Art bieten ihnen ständig die Möglichkeit, etwas zu tun, das einfacher ist und mehr Spass macht. Wenn sie älter als 25 Jahre alt sind, haben sie einen voll ausgereiften Frontalkortex, der Ihnen hilft, Versuchungen zu widerstehen und sich zu konzentrieren. Dennoch haben sie vermutlich immer noch Schwierigkeiten, dies zu tun. Stellen sie sich nun ein Smartphone in der Hosentasche eines Kindes vor, das alle paar Minuten mit der Aufforderung brummt, etwas anderes zu tun, als aufzupassen. Das Kind hat keinen reifen Frontalkortex, der ihm hilft, bei der Sache zu bleiben. Die Schüler können daher nicht einmal etwas dafür.

Zunächst ist es wichtig, dass die digitale Welt nicht grundsätzlich verteufelt wird. Smartphones sind unbestritten nützlich und bieten zahlreiche Möglichkeiten, Wissen zu erlangen und kreativ zu sein. Für mich ist klar, dass in der Schule ein generelles Handyverbot gelten sollte. Dazu sollen die Schulen verstärkt im Unterricht den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Geräten und sozialen Netzwerken thematisieren, verbunden mit einer klaren Struktur, wie und wann die Smartphones in der Schule für den Unterricht genutzt werden dürfen. Dabei müssen auch die Eltern in die Pflicht genommen werden, damit ihre Kinder einen gesunden Umgang mit diesen Geräten bereits zuhause erlernen. Letztlich muss der Gesellschaft endlich bewusst werden, dass das Smartphone nicht nur ein praktisches Hilfsmittel, sondern eine gefährliche Droge sein kann. Insbesondere für unsere jungen Menschen, die unverschuldet noch nicht die nötige Reife und Selbstkontrolle besitzen. Wir müssen unsere Kinder besser schützen.

Fabio Iten, Kantonsrat Unterägeri und Fraktionschef Die Mitte Kanton Zug

Aussagen wie: «Wir bringen das Geld nicht zum Tempel raus», nützt Otto Normalbürger nichts. Unsere einheimische Bevölkerung braucht vor allem Wohnraum, tiefere Krankenkassenprämien oder eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Wir müssen unsere Politik in erster Linie wieder an der einheimischen und mittelständischen Zuger Bevölkerung ausrichten. Sie bildet das Rückgrat unserer Gesellschaft. Wir müssen unseren Kanton nicht auf Biegen und Brechen ständig noch attraktiver für Expats gestalten.

Fabio Iten, Kantonsrat Unterägeri und Fraktionschef Die Mitte Kanton Zug

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